Dienstag, 26. februar 2008
Am Sonntag den 17. Februar sind wir, Robert und ich, in Hobart angekommen.
Ankunft-Hobart.jpg
Am Anfang war’s ein bisschen enttäuschend, weil ich mir die Stadt wesentlich größer und auch etwas schöner vorgestellt habe. Nachdem ich mich aber jetzt schon besser auskenne, gefällts mir schon gut hier. Außerdem sind Lachs und Krabben hier unschlagbar billig!
J


Meine Unterkunft ist ein kleines Haus, das ich mir mit 4 anderen Mädels teile. Klingt super und das ist es auch in einigen Bereichen:

1.) Ich hab (mit einer Ausnahme) total liebe Mitbewohnerinnen – 3 Australierinnen und 1 Taiwanesin

2.) Die Häuser sind relativ schön und groß

3.) Ich hab einen tollen Ausblick
Ausblick.jpg














4.) Es gibt keine Regeln!

ABER:

Ich wohne auf einem Berg, dem Mt. Nelson! Die Steilheit dieses Bergs lässt sich ungefähr mit der einer Skisprungschanze vergleichen, nur das mein Berg noch etwas steiler ist. Bergab geh ich ca. 10-15 min zur Uni, wobei ich mir bei einem einzigen Sturz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Hals brechen würde. Bergauf brauch ich ca. 30 min und 1-2 Stunden um mich wieder zu erholen, wenn ich oben angekommen bin. Also entweder komm ich mit 20 kg mehr Muskelmaße wieder nach Österreich zurück oder gar nicht mehr, weil ich entweder durch einen Sturz beim Runtergehen oder vor Erschöpfung beim Raufgehen umgekommen bin. Wir werden ja 

sehen….

Meine Unterkunft:
Mount-Nelson-Villa.jpg













Der teuflisch steile Weg (sieht hier nicht so schlimm aus, aber das ist wie im Fernsehen - beim Skifahren - sieht nicht steil aus, ist aber halsbrecherisch steil!)

 Aufstieg.jpg


















Apropos Teufel: Tasmanische Teufel hab ich hier leider noch keine gesehen!

 

Die erste Woche Uni war noch ziemlich unaufregend, weil bloß Orientation Week war. Wir haben also alles mögliche Organisatorische erfahren. Der erste Eindruck:

1. Die Uni ist den Berg rauf gebaut. Das heißt, sogar auf der Uni muss ich ständig den Berg rauf und runter gehen L

2. Ich kenn mich noch immer nicht aus wo was ist und hab mich daher schon ein paar mal ordentlich verlaufen.

3. Mein Stundenplan könnte nicht blöder sein – jeden Tag Uni mit langen Pausen zwischen den Vorlesungen

4. Man wird hier wie ein Kind behandelt! Hier wird einem beim absolut allem geholfen, auch als regulärer Student. Es gibt sogar Leute, die mit einem den Stundenplan zusammenstellen und einem beim Ausdrucken helfen. Außerdem wurde ca.500 Mal das Thema Heimweh angesprochen und natürlich – wie immer – gibt’s wieder Leute zu denen man gehen kann und drüber reden kann. Sehr „hilfreich“ fand ich auch den Tipp bei einer offiziellen Infoveranstaltung: Eat healthy and exercise! In einem meiner Kurse hat uns die Professorin erklärt dass wir uns unbedingt einen Ordner mit Trennblättern kaufen sollen. Wir müssen den zwar nicht immer im Unterricht mithaben, aber wenn wir heimkommen müssen wir die Unterlagen von der Vorlesung sofort zwischen 2 Trennblätter einheften. Wir haben also zwischen 2 Trennblättern die Unterlagen und zwischen zwei Trennblättern die Hausübungen! Das Problem ist nur, dass sie uns nicht gesagt hat welche Farbe der Ordner und die Trennblätter haben sollen und ob ich zuerst die HÜs oder die Unterlagen einheften muss!!  Hilfe, was soll ich tun??


Und zum Schluss noch zwei Fotos vom Strand in Hobart:
Strand-Hobart.jpg

Strand-Hobart-Matfoto.jpg
von Elvira Mohr
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